Kaviar Sorten Beluga, Sevruga, Ossietra, Royal Black, Imperial & Almas

Kaviar ist nicht gleich Kaviar: Auf den Stör und dessen Alter kommt es an.

Dies wird sehr schnell deutlich, wenn man sich die einzelnen Kaviarsorten genauer anschaut. Diese unterscheiden sich nämlich vor allem in ihrer Farbe, dem Geschmack und letztendlich auch im Preis. Gleichzeitig wird zwischen echtem Kaviar und Kaviarersatz unterschieden. Dabei darf der Rogen nur dann Kaviar genannt werden, wenn dieser aus einem Stör stammt. Alle anderen Rogen werden als Kaviarersatz bezeichnet. Generell wird die besondere Delikatesse drei verschiedenen Störarten entnommen. Dazu gehören der:

  • Belugastör
  • Sevrugastör
  • Ossietrastör

Damit ergeben sich folgende beliebte Kaviarsorten ganz oben auf den Listen der Fans des hochwertigen Störrogens:

Beluga-Kaviar

Der Beluga Kaviar gilt als wertvollster und reinster Kaviar schlechthin. Daher kann es auch vorkommen, dass man für 50 g der leckeren Delikatesse bis zu 400 Euro zahlen muss. Der Belugastör (auch Europäischer Hausen genannt) ist der größte seiner Art und ist vor allem im Kaspischen Meer zu Hause. Neben der Kaviargewinnung ist der Belugastör gleichfalls ein beliebter Speisefisch. Allerdings ist der Fisch mittlerweile vom Aussterben bedroht, so dass der Beluga Kaviar vor allem aus Zuchtbetrieben stammt. Der Beluga-Kaviar beeindruckt neben seiner Farbe (hellgrau bis antrazit) vor allem durch seine Größe. Die einzelnen Fischeier können nämlich bis zu 3,5 mm groß werden. Darüber hinaus produziert das Weibchen erstmals nach 20 Jahren Fischeier.

Sevruga-Kaviar

Der Segruga-Kaviar ist vor allem für seine unglaubliche Farbvielfalt bekannt. Im Gegensatz zum Beluga-Rogen kann dieser nämlich sowohl grau, als auch rot oder orange sein. Der Preis für 50 g Sevruga-Kaviar liegt zwischen 35 Euro und 250 Euro.

Ossietra-Kaviar

Das besondere Merkmal des Ossietra-Kaviars ist sicherlich die einzigartige Würzigkeit der Fischeier. Der Name des Kaviars stammt vom gleichnamigen Stör Ossietra. Er ist mit rund 2 mm in der Regel etwas kleiner als der Beluga-Kaviar. Die Eier schillern in allen erdenklichen Grautönen, rot oder Orange. Der Preis für 50 g Ossietra-Kaviar liegt zwischen 50 Euro und 80 Euro.

Die sehr großen Fischen sind heutzutage vor allem im Kaspischen, Schwarzen und Asowschen Meer beheimatet und werden entweder in freier Natur gefangen oder auf großen Störfarmen gezüchtet. Auch in Deutschland tummelte sich der Stör bis zum 19. Jahrhundert in Seen und Gewässern, gilt aber seitdem als ausgestorben. Mittlerweile gibt es auch außerhalb der genannten Regionen und Ländern Störfarmen. Dazu gehört unter anderem auch Deutschland.

Neben der Klassifizierung anhand unterschiedlicher Störarten, spielt auch das Alter des Fisch eine sehr wichtige Rolle. Generell können Störe das Alter eines Menschen erreichen, produzieren aber erst ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren Rogen. Der Beluga Stör braucht sogar noch länger. Die Weibchen sind hier erst ab einem Alter zwischen 18 und 20 Jahren geschlechtsreif. Je älter der Fisch ist, desto wertvoller ist auch sein Rogen. Daher gibt es drei verschiedene Eingruppierungen:

Royal Black Kaviar- > Störe zwischen 18 und 20 Jahre (Ossietra-Stör) Imperial Kaviar-> Störe zwischen 30 und 40 Jahre (Ossietra-Stör) Almas Kaviar-> Störe zwischen 60 und 80 Jahre ( v.a. Beluga-Störe) Ersatzkaviar: Die günstige Alternative lässt sich durchaus sehen Neben echtem Kaviar gibt es auch Rogenvarianten, die es mit dem Original durchaus aufnehmen können. Im Gegensatz zum echten Kaviar stammen die Fischeier aber nicht vom Stör. Zu den bekanntesten Vertretern von Kaviar-Imitat gehört der Rogen folgender Fische

  • Forellen
  • Hecht
  • Hering
  • Lachs
  • Seehase
  • Dorsch

Generell hat der Ersatzkaviar den Vorteil, dass er unglaublich günstig ist. Preiswerte Produkte gibt es bereits für unter fünf Euro.